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Wer sich mit Naturprodukten und Nahrungsergänzung beschäftigt, stößt früher oder später auf Angaben wie 10:1, 20:1 oder 4:1 Extrakt. Aber was bedeutet das eigentlich?
Gerade bei Pflanzen- und Pilzprodukten sind solche Angaben auf den ersten Blick nicht immer leicht zu verstehen. Wir bekommen deshalb immer wieder Fragen dazu, wie man diese Zahlen richtig einordnet.
Bei HANOJU finden sich ebenfalls Produkte, bei denen Extrakte und entsprechende Konzentrationsangaben eine Rolle spielen. Besonders bei unseren Pilzprodukten ist das Thema interessant, weil Pulver und Extrakte nicht dasselbe sind.
Wir erklären deshalb einmal ganz einfach, was hinter diesen Angaben steckt.
Die Schreibweise 10:1 beschreibt grundsätzlich das Verhältnis zwischen Ausgangsmaterial und gewonnenem Extrakt.
Vereinfacht gesagt bedeutet ein 10:1-Extrakt, dass für die Herstellung des Extraktes eine größere Menge des Ausgangsmaterials verarbeitet wurde als letztlich als Extrakt vorliegt.
Ein einfaches Beispiel:
Aus 10 kg Ausgangsmaterial können vereinfacht betrachtet 1 kg Extrakt entstehen.
Bei einem 20:1-Verhältnis wäre das Verhältnis entsprechend höher.
Wichtig ist dabei aber: Die Angabe beschreibt nicht automatisch die Qualität eines Produktes.
Genau hier entsteht häufig ein Missverständnis.
Wenn auf einem Produkt 10:1 steht, sollte man daraus nicht einfach ableiten, dass es zehnmal besser oder zehnmal stärker als ein normales Pulver ist.
Die Extraktionsrate beschreibt zunächst das Verhältnis von Ausgangsmaterial zum Extrakt.
Was anschließend tatsächlich im Produkt enthalten ist, hängt unter anderem vom Ausgangsmaterial und vom Herstellungsverfahren ab.
Deshalb schauen wir bei der Beurteilung eines Extraktes nicht nur auf eine einzelne Zahl.
Das lässt sich besonders gut am Beispiel von Pilzen erklären.
Ein Pilzpulver entsteht grundsätzlich durch Verarbeitung und Vermahlung des Ausgangsmaterials.
Bei einem Extrakt wird dagegen mit einem geeigneten Verfahren versucht, bestimmte Bestandteile aus dem Ausgangsmaterial zu gewinnen und im Endprodukt konzentrierter bereitzustellen.
Deshalb kann man beispielsweise 1000 mg Pilzpulver und 1000 mg Pilzextrakt nicht einfach gleichsetzen.
Die reine Gewichtsangabe sagt noch nicht alles über das Produkt aus.
Extrakte ermöglichen es, bestimmte Bestandteile eines natürlichen Rohstoffs gezielter zu verarbeiten.
Welche Bestandteile dabei im Mittelpunkt stehen, hängt vom Rohstoff und vom verwendeten Extraktionsverfahren ab.
Bei Pilzen spielen beispielsweise Polysaccharide eine wichtige Rolle. Je nach Produkt können deshalb entsprechende Analysewerte angegeben werden.
Bei HANOJU finden sich beispielsweise Pilzextrakte von Reishi, Cordyceps, Chaga, Hericium und weiteren Pilzarten.
Entscheidend ist dabei immer die jeweilige Produktbeschreibung und nicht allein der Name des Pilzes.
Das Prinzip ist das gleiche wie bei 10:1.
Ein 20:1-Extrakt steht für ein Verhältnis von 20 Teilen Ausgangsmaterial zu einem Teil Extrakt.
Auch hier sollte man die Zahl nicht isoliert betrachten.
Ein höheres Verhältnis ist nicht automatisch ein Qualitätsmerkmal. Viel wichtiger ist, nachvollziehen zu können, was verarbeitet wurde, wie extrahiert wurde und welche Inhaltsstoffe anschließend im Produkt analysiert wurden.
Genau deshalb finden wir transparente Produktangaben so wichtig.
Nicht jeder Rohstoff lässt sich auf dieselbe Weise sinnvoll extrahieren.
Je nach Pflanzenstoff oder Pilz können unterschiedliche Verfahren eingesetzt werden.
Bei vielen Pilzprodukten spielt beispielsweise die Heißwasserextraktion eine wichtige Rolle, weil bestimmte wasserlösliche Bestandteile auf diese Weise gewonnen werden können.
Andere Inhaltsstoffe benötigen wiederum andere Verfahren.
Deshalb sagt eine Angabe wie 10:1 alleine noch nicht aus, wie ein Extrakt hergestellt wurde.
Wer Produkte miteinander vergleichen möchte, sollte deshalb auch einen Blick auf die Angaben zum Herstellungsverfahren werfen.
Bei unseren Pilzprodukten findet man teilweise zusätzlich Angaben zum Gehalt bestimmter Bestandteile.
Ein Beispiel sind Polysaccharide.
Bei einem Cordyceps-Produkt von HANOJU wird beispielsweise neben der Menge des Extraktes auch der enthaltene Polysaccharid-Anteil angegeben.
Solche Angaben finden wir wesentlich hilfreicher, als einfach nur mit Begriffen wie „hochkonzentriert“ oder „besonders stark“ zu werben.
Denn konkrete Zahlen ermöglichen einen besseren Vergleich.
Nehmen wir zwei Produkte:
Produkt A wird mit einem 10:1-Verhältnis angegeben.
Produkt B wird mit einem 20:1-Verhältnis angegeben.
Auf den ersten Blick könnte Produkt B interessanter wirken.
Aber damit lässt sich noch keine sinnvolle Qualitätsaussage treffen.
Man müsste unter anderem wissen:
Welcher Rohstoff wurde verwendet?
Welcher Teil der Pflanze oder des Pilzes wurde verarbeitet?
Welches Extraktionsverfahren kam zum Einsatz?
Welche Inhaltsstoffe wurden analysiert?
Welche Menge des fertigen Extraktes ist tatsächlich enthalten?
Welche weiteren Zutaten enthält das Produkt?
Erst mit diesen Informationen lässt sich ein Produkt vernünftig einordnen.
Gerade bei Vitalpilzen lohnt sich ein genauer Blick auf die Produktbeschreibung.
Ein Pilzprodukt kann beispielsweise als Pulver oder als Extrakt angeboten werden.
Auch die verwendeten Ausgangsmaterialien können unterschiedlich sein.
Wer sich für Reishi, Hericium, Chaga, Maitake oder Cordyceps interessiert, sollte deshalb nicht nur auf die Pilzart schauen.
Die Form des Produktes und die Angaben zur Verarbeitung gehören genauso zum Vergleich.
Das ist auch einer der Gründe, warum wir bei HANOJU versuchen, die Produktinformationen möglichst konkret anzugeben.
Nein.
Das möchten wir ausdrücklich so sagen.
Eine höhere Verhältniszahl ist zunächst einmal eine Information über die Verarbeitung. Sie ist kein allgemeines Gütesiegel.
Ein sinnvoller Vergleich sollte mehrere Faktoren berücksichtigen.
Dazu gehören Rohstoff, Herstellungsverfahren, Analysewerte, Reinheit und die tatsächliche Zusammensetzung des fertigen Produktes.
Gerade bei Naturprodukten ist es aus unserer Sicht besser, auf nachvollziehbare Informationen zu schauen, anstatt sich nur von einer möglichst großen Zahl auf dem Etikett leiten zu lassen.
Kurz gesagt:
10:1 bedeutet, dass zehn Teile Ausgangsmaterial im Verhältnis zu einem Teil Extrakt stehen.
Die Zahl beschreibt damit die Konzentration beziehungsweise das Ausgangsmaterial-zu-Extrakt-Verhältnis.
Sie sagt aber nicht automatisch:
dass ein Produkt zehnmal wirksamer ist,
dass es zehnmal besser ist,
dass es für jeden Menschen geeigneter ist
oder dass ein 20:1-Produkt grundsätzlich besser als ein 10:1-Produkt ist.
Für die Bewertung eines Naturproduktes braucht es mehr Informationen.
Wenn Sie bei HANOJU oder allgemein im Internet zwei Extrakte miteinander vergleichen, schauen Sie am besten nicht nur auf die große Zahl auf der Verpackung.
Nehmen Sie sich kurz die Produktbeschreibung vor und prüfen Sie:
1. Was ist der Ausgangsstoff?
Zum Beispiel ein bestimmter Pilz, eine Pflanze oder eine Wurzel.
2. Welche Form liegt vor?
Pulver oder Extrakt machen einen Unterschied.
3. Wie wurde extrahiert?
Das Herstellungsverfahren kann für die Zusammensetzung relevant sein.
4. Gibt es konkrete Analysewerte?
Konkrete Angaben sind hilfreicher als reine Werbeaussagen.
5. Was steht tatsächlich in der Zutatenliste?
Hier zeigt sich, wie das Produkt zusammengesetzt ist.
So lässt sich wesentlich besser beurteilen, was man eigentlich kauft.
Naturprodukte sind vielseitig – und genau deshalb sollte man sie nicht alle über einen Kamm scheren.
Ein Pilzextrakt ist etwas anderes als ein Pflanzenpulver. Ein Lebensmittel ist etwas anderes als ein Nahrungsergänzungsmittel.
Wir finden es wichtig, dass Kunden die Möglichkeit haben, sich anhand der Produktinformationen selbst ein Bild zu machen.
Gerade bei Extrakten lohnt sich ein genauer Blick auf die Zusammensetzung und Verarbeitung.
Wer weiß, was Angaben wie 10:1 oder 20:1 bedeuten, kann Produktbeschreibungen wesentlich besser einordnen und verschiedene Produkte miteinander vergleichen.
Und genau darum geht es uns bei diesem Thema: Nicht die größte Zahl auf der Verpackung ist entscheidend, sondern was tatsächlich dahintersteht.